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Ressourcen

Fragen und Antworten.

Die Fragen, die im Erstgespräch ohnehin kommen, hier vorweggenommen. Ausführlich, mit den Stellen, an denen die Antwort unbequem ist.

Alle Antworten stehen sichtbar auf dieser Seite, nichts ist zugeklappt. Jede Frage hat eine eigene Sprungmarke: Wenn Sie eine einzelne Antwort an einen Kollegen weitergeben wollen, schicken Sie den Link zur Frage und nicht zur Seite. Wo eine Antwort nur die Kurzfassung ist, steht daneben, wo die lange steht.

Gruppe 01 von 05

Zusammenarbeit

Wer arbeitet, wie oft Sie mich sehen, wann ich absage. Diese Gruppe entscheidet meistens schon, ob ein Gespräch überhaupt Sinn hat.

Wer arbeitet an meinem Projekt?

Ich. lowest.digital ist ein Einzelunternehmen aus Kreuztal im Siegerland, geführt von Andreas Struck. Es gibt keinen Vertrieb, der verspricht, und keine Junior-Besetzung, die danach umsetzt. Wer im Erstgespräch sitzt, schreibt später den Code.

Der Vorteil ist kurze Leitung: keine Übergabeverluste zwischen Beratung und Entwicklung, keine internen Rücksprachen, die Sie bezahlen. Der Nachteil steht gleich daneben: ein Mensch ist keine Abteilung. Wenn Ihr Vorstand eine Firma mit Bereitschaftsdienst und Teamredundanz sehen will, ist eine Agentur die richtige Adresse, und ich sage Ihnen das im ersten Gespräch statt im dritten.

/ressourcen/faq#wer-arbeitet

Warum höchstens zwei Projekte gleichzeitig?

Weil Prozessanalyse ungeteilte Aufmerksamkeit braucht. Wer einen Auftragsdurchlauf verstehen will, muss ihn im Kopf behalten, mit allen Ausnahmen, die niemand aufgeschrieben hat. Drei Projekte parallel heißen dreimal Wiedereinarbeitung pro Woche, und das bezahlen am Ende Sie.

Für Sie hat das eine unbequeme Folge: es kann sein, dass ich Ihnen einen Starttermin nenne, der einige Wochen entfernt liegt. Das ist der ehrlichere Umgang als ein sofortiger Start, der dann schleppt.

/ressourcen/faq#zwei-projekte

Wie viel Zeit muss mein Team aufbringen?

Am meisten in der Prozessanalyse, danach deutlich weniger. Ich brauche Gespräche mit den Menschen, die den Prozess täglich ausführen, nicht nur mit der Leitung, die ihn beschreibt. Beides weicht in den Projekten, die ich gesehen habe, fast immer voneinander ab, und die Abweichung ist der eigentliche Fund.

Planen Sie je Prozess ein bis zwei Termine und danach kurze Rückfragen ein. Wer die Analyse vorbereitet, verkürzt sie spürbar: welche Belege, welche Listen, welche Zuständigkeiten. Eine Anleitung dazu steht unter Prozessanalyse vorbereiten.

/ressourcen/faq#aufwand-team

Arbeiten Sie vor Ort oder aus der Ferne?

Analyse vor Ort, Entwicklung aus der Ferne, Abnahme wieder vor Ort. Ein Prozess in der Fertigung lässt sich nicht per Videokonferenz verstehen: Sie müssen sehen, welcher Zettel am Stapler klebt und welcher Bildschirm in der Halle wirklich benutzt wird.

Von Kreuztal aus liegt das Siegerland, das Sauerland und ein guter Teil von Nordrhein-Westfalen in erreichbarer Entfernung. Weiter weg geht auch, kostet aber Fahrzeit, und Fahrzeit ist Zeit, die nicht in Ihr Projekt fließt.

/ressourcen/faq#vor-ort

Bekomme ich Nachfassanrufe, wenn ich mich nicht melde?

Nein. Kein Vertrieb, keine Kaltakquise, kein Newsletter, keine automatische Erinnerung nach zwei Wochen. Wenn Sie nach dem Erstgespräch nicht antworten, ist das Ihre Antwort.

Der Grund ist kein Prinzip, sondern Arbeitsteilung: Zeit, die in Nachfassen geht, fehlt in den laufenden Projekten. Diese Website ist der Vertrieb. Sie soll Ihnen genug geben, damit Sie selbst entscheiden können, ob ein Anruf lohnt.

/ressourcen/faq#vertrieb

Wann passt eine Zusammenarbeit nicht?

Vier Merkmale, bei denen ich abrate oder absage: Es gibt niemanden, der entscheiden darf, also läuft jede Frage in ein Gremium. Der bestehende Prozess soll unverändert in Software gegossen werden, obwohl er der eigentliche Engpass ist. Ein Standardprodukt deckt Ihren Fall bereits ab, dann kaufen Sie das und sparen sich die Entwicklung. Oder die Software soll ein Problem lösen, das in Wahrheit eine Absprache zwischen zwei Abteilungen ist.

Der letzte Punkt ist der häufigste. Software kann einen Konflikt zwischen Vertrieb und Arbeitsvorbereitung nicht schlichten, sie kann ihn nur teurer dokumentieren. Welche Ausgangslagen dagegen tragfähig sind, steht unter Situationen.

/ressourcen/faq#schlechter-fit

Übernehmen Sie Projekte, die jemand anderes begonnen hat?

Ja, aber nicht ungesehen. Vor einer Zusage lese ich den Code, das Datenmodell und die Historie im Versionsverwaltungssystem, falls es eine gibt. Danach bekommen Sie eine Einschätzung, und die lautet manchmal: Weiterführen kostet mehr als neu bauen.

Was eine Übernahme teuer macht, ist selten der Code selbst. Es sind fehlende Tests, ein Datenmodell ohne erkennbare Regel und Wissen, das nur im Kopf des Vorgängers existiert. Wenn Sie planen, den Entwickler zu wechseln, sichern Sie zuerst Zugänge und Repository, bevor Sie kündigen.

/ressourcen/faq#uebernahme

Gruppe 02 von 05

Vorgehen

Vier Phasen, einzeln beauftragbar. Was in jeder Phase passiert, steht ausführlich unter Vorgehen. Hier stehen die Fragen, die sich danach stellen.

Was passiert in den vier Phasen?

Phase eins ist die Prozessanalyse: wie der Ablauf wirklich läuft, nicht wie er im Handbuch steht. Phase zwei ist die System- und Datenanalyse: welche Systeme beteiligt sind, wo Daten doppelt liegen und welche Quelle im Zweifel gilt. Phase drei ist die Entwicklung. Phase vier ist Integration und Migration, also der Teil, in dem die Software den Betrieb übernimmt.

Jede Phase endet mit einem Ergebnis, das Sie behalten, auch wenn Sie danach aufhören. Eine Prozessanalyse ist auch dann brauchbar, wenn Sie am Ende ein Standardprodukt kaufen. Was in jeder Phase genau passiert und was am Ende vorliegt, steht unter Vorgehen.

/ressourcen/faq#phasen

Muss ich alle vier Phasen beauftragen?

Nein. Jede Phase ist ein eigener Auftrag mit eigenem Ende. Das ist kein Entgegenkommen, sondern Risikoverteilung: Sie können nach jeder Phase aussteigen, ohne dass etwas Halbfertiges zurückbleibt, für das Sie bezahlt haben.

In der Praxis beauftragen die meisten zuerst nur die Analyse und entscheiden danach. Genau so ist es gedacht.

/ressourcen/faq#einzeln

Können wir die Analyse überspringen und direkt entwickeln?

Können Sie, ich rate ab. Ohne Analyse bauen wir gegen Annahmen, und Annahmen werden in der Abnahme korrigiert, wo Korrekturen am teuersten sind.

Es gibt einen Fall, in dem die Abkürzung vertretbar ist: Der Prozess ist eng begrenzt, schriftlich beschrieben, die Datenquellen sind bekannt und es gibt eine Person, die alle Fragen dazu beantworten kann. Dann fällt Phase eins kurz aus, statt zu entfallen. Wer unsicher ist, ob das zutrifft, bekommt im ERP-Selbsttest eine erste Einordnung.

/ressourcen/faq#direkt-entwickeln

Wie lange dauert es bis zur ersten produktiven Version?

Vier bis acht Wochen, gerechnet ab Beginn der Entwicklung und bezogen auf einen abgegrenzten Prozess. Produktiv heißt: jemand arbeitet damit, nicht jemand hat es gesehen.

Was diese Spanne sprengt, ist fast nie die Programmierung. Es sind fehlende Zugänge zu Systemen, ein Ansprechpartner im Urlaub ohne Vertretung, Wartezeiten beim ERP-Hersteller für eine Schnittstellenfreigabe und Freigabeschleifen, in denen niemand zuständig ist. Diese Punkte klären wir vorher, damit sie nicht später als Verzug auftauchen.

/ressourcen/faq#dauer

Was, wenn die Analyse ergibt, dass Eigenentwicklung sich nicht rechnet?

Dann steht das im Bericht, mit Rechnung und Begründung. Das ist kein Ausnahmefall, den ich hier aus Bescheidenheit erwähne, sondern ein regelmäßiges Ergebnis: Für Lohnbuchhaltung, Finanzbuchhaltung und klassische Lagerverwaltung gibt es Standardprodukte, gegen die keine Eigenentwicklung anstinkt.

Die Analyse ist dann trotzdem ihr Geld wert, weil Sie danach wissen, wonach Sie im Markt suchen und welche Anforderung wirklich verhandelbar ist. Wie man diese Abwägung rechnet, steht unter Make or Buy.

/ressourcen/faq#abraten

Wie erfahre ich, wo das Projekt steht?

An lauffähigen Zwischenständen, nicht an Statusfolien. Sie bekommen ab dem ersten Tag Zugriff auf das Repository und in kurzen Abständen eine Version, die Sie anfassen können, auch wenn sie erst einen Teil des Prozesses abdeckt.

Dazu eine kurze schriftliche Notiz: was fertig ist, was als Nächstes kommt, was blockiert. Wenn etwas blockiert, erfahren Sie es an dem Tag, an dem es blockiert.

/ressourcen/faq#status

Wie läuft die Umstellung auf das neue System?

Ohne Stichtag. Ein Prozess wechselt nach dem anderen, das Altsystem bleibt in dieser Zeit lesbar, und jede Übergabe ist einzeln freigegeben und einzeln umkehrbar.

Die große Umstellung an einem Wochenende ist die Variante, bei der am Montag die Produktion steht. Wenn Ihr Anbieter sie vorschlägt, fragen Sie nach dem Rückweg. Gibt es keinen, ist das die Antwort.

/ressourcen/faq#umstellung

Was brauchen Sie von uns, damit es losgehen kann?

Eine Person mit Entscheidungsbefugnis als Ansprechpartner. Lesezugriff auf die betroffenen Daten oder einen Abzug davon. Echte Belege aus dem Alltag, auch die hässlichen Sonderfälle. Zugang zu einem Testsystem, falls vorhanden. Und Termine mit den Menschen, die den Prozess ausführen.

Was Sie nicht brauchen: ein fertiges Lastenheft. Wenn Sie eines haben, lese ich es gern, aber es ersetzt die Analyse nicht, sondern ist selbst ein Prüfgegenstand.

/ressourcen/faq#was-brauchen-sie

Gruppe 03 von 05

Technik

Was gebaut wird, wo es läuft, wie es an Ihre bestehenden Systeme kommt. Und was passiert, wenn ich morgen nicht mehr da bin.

Welche Technik setzen Sie ein?

Verbreitete und langweilige. Die Auswahl richtet sich nach dem, was bei Ihnen schon läuft, und nach einer Regel: In einigen Jahren muss ein anderer Entwickler diesen Code lesen und weiterführen können, ohne ein Nischenwerkzeug zu lernen, das es dann vielleicht nicht mehr gibt.

Daraus folgt in den meisten Fällen eine relationale Datenbank, eine Oberfläche im Browser und keine eigene Installation auf jedem Arbeitsplatz. Wo ein Standardbaustein reicht, wird nichts Eigenes gebaut. Die Frage, welches Werkzeug modern ist, interessiert mich weniger als die Frage, wer es in fünf Jahren noch pflegen kann.

/ressourcen/faq#stack

Cloud oder eigener Server?

Beides möglich, und die Entscheidung gehört Ihnen. Kriterien sind: Wo liegen die betroffenen Daten heute, brauchen Außendienst oder Werk zwei Fernzugriff, wer kümmert sich um Betriebssystem und Sicherungen, und was sagt Ihre IT dazu.

Es gibt keinen Zwang in die Cloud und keinen ins eigene Rechenzentrum. Was es gibt, ist die Pflicht, die laufenden Kosten beider Wege vor der Entscheidung zu benennen, inklusive der Arbeitszeit, die ein eigener Server bindet.

/ressourcen/faq#cloud

Müssen wir unser ERP ersetzen?

Meistens nicht. Ein ERP, das Buchhaltung, Einkauf und Lager trägt, wird selten dadurch besser, dass man es austauscht. Was fehlt, sind in der Regel zwei oder drei Prozesse an den Rändern, die das Standardprodukt nicht kennt, und genau die laufen heute in Excel.

Ergänzen statt ersetzen ist deshalb der Normalfall, Ablösung die Ausnahme mit hoher Begründungslast. Welche Kriterien dafür sprechen und welche dagegen, steht unter ERP ablösen oder ergänzen.

/ressourcen/faq#erp-ersetzen

Wie kommen die Daten aus dem ERP heraus?

In dieser Reihenfolge: dokumentierte Schnittstelle, wenn es eine gibt. Sonst Lesezugriff auf die Datenbank, sauber abgegrenzt auf die benötigten Tabellen. Sonst regelmäßiger Export in ein Format, das beide Seiten verstehen.

Was nicht als Dauerzustand taugt, ist das automatische Auslesen von Bildschirmmasken. Das hält bis zum nächsten Update des Herstellers. Was an Schnittstellen typischerweise schiefgeht und wie man es vorher abfängt, steht unter Schnittstellen und Integration.

/ressourcen/faq#daten-raus

Was passiert mit unseren gewachsenen Excel-Listen?

Zuerst nichts. Diese Listen sind keine Unsitte, sondern die Stelle, an der Ihre Leute den Mangel des Hauptsystems ausgeglichen haben. In ihnen steckt Fachwissen, das nirgends sonst dokumentiert ist.

Der erste Schritt ist eine Inventur: welche Liste, wer pflegt sie, welche Entscheidung hängt daran, was passiert, wenn sie einen Tag fehlt. Erst danach entscheidet sich, was in die Software wandert, was bleibt und was ersatzlos wegfällt. Die Anleitung dazu steht unter Schatten-IT inventarisieren.

/ressourcen/faq#excel

Wer betreibt die Software nach der Übergabe?

Das wird vorher geklärt, nicht danach. Entweder übernimmt Ihre IT den Betrieb, dann bekommt sie Dokumentation, Zugänge und eine Einweisung. Oder ich betreibe sie, dann steht in der Vereinbarung, was das umfasst und wie Sie es jederzeit beenden können.

Ohne Wartungsvereinbarung sind Sie nicht handlungsunfähig: Code, Datenmodell, Dokumentation und Zugangsdaten liegen bei Ihnen. Das ist der Unterschied zu einer Mietsoftware, bei der Kündigung gleich Stillstand bedeutet.

/ressourcen/faq#betrieb

Was passiert, wenn Sie ausfallen?

Das ist die berechtigtste Frage an ein Einzelunternehmen, und sie verdient eine Antwort ohne Beschwichtigung. Ein Mensch kann krank werden, und dann steht die Weiterentwicklung.

Was dagegen vorgesehen ist: Der Code liegt in einem Repository, das Ihnen gehört, nicht in meinem. Die Dokumentation ist Teil der Lieferung und nicht ein Angebot obendrauf. Die Technik ist absichtlich verbreitet, damit ein anderer Entwickler übernehmen kann. Und es gibt keine Zugangsdaten, die nur ich kenne.

Trotzdem bleibt ein Restrisiko, und wenn Ihr Prozess eine Verfügbarkeitszusage rund um die Uhr braucht, sollten Sie ein Unternehmen mit Bereitschaft beauftragen und nicht mich.

/ressourcen/faq#ausfall

Wie halten Sie es mit Tests, Sicherungen und Protokollen?

Getestet wird das, wo ein Fehler Geld oder Vertrauen kostet: Preisfindung, Mengen, Termine, Schnittstellen. Ein vollständig getestetes Eingabeformular ist schön, aber es ist selten die Stelle, an der ein Betrieb Schaden nimmt.

Sicherungen gehören zur Integrationsphase, und zwar mit einer Wiederherstellung zur Probe. Warum eine ungeprobte Sicherung nichts wert ist und was sonst in den Rückweg gehört, steht in Datenmigration ohne Stillstand. Protokolliert wird, wer wann welchen Datensatz geändert hat, weil genau diese Frage im Streitfall kommt.

/ressourcen/faq#tests-backups

Gruppe 04 von 05

Kosten und Vertrag

Preise stehen auf dieser Website nicht. Was stattdessen hier steht: wie ein Angebot zustande kommt, wem was gehört und wie Sie wieder herauskommen.

Warum stehen hier keine Preise?

Weil jede Zahl ohne Umfang eine Behauptung wäre. Derselbe Satz Anforderungen kann je nach Datenlage, Schnittstelle und Freigabeweg sehr unterschiedlich aufwendig sein, und ein Richtwert, der um ein Vielfaches danebenliegt, hilft Ihnen bei der Planung nicht.

Was Sie stattdessen bekommen: im Erstgespräch eine Größenordnung, mit der Sie intern rechnen können, und vor jeder einzelnen Phase eine Zahl, die vor Beginn der Phase feststeht.

/ressourcen/faq#keine-preise

Wie wird abgerechnet?

Phasenweise. Vor jeder Phase steht schriftlich, was sie umfasst, was am Ende vorliegt und was sie kostet. Sie beauftragen die nächste Phase erst, wenn die vorige abgeschlossen ist.

Damit ist Ihr Risiko zu jedem Zeitpunkt auf eine Phase begrenzt. Das ist der Grund für den Zuschnitt, nicht die Abrechnung selbst.

/ressourcen/faq#abrechnung

Was passiert, wenn die Schätzung nicht hält?

Sie erfahren es, sobald ich es sehe, und nicht mit der Schlussrechnung. Mehraufwand entsteht in der Regel nicht heimlich, sondern an einer erkennbaren Stelle: eine Schnittstelle liefert andere Daten als zugesagt, ein Sonderfall taucht auf, den niemand erwähnt hat.

Ab diesem Punkt gibt es drei Wege: Umfang kürzen, Mehraufwand freigeben oder Phase beenden und neu zuschneiden. Welcher es wird, entscheiden Sie. Ohne Ihre Freigabe wächst nichts.

/ressourcen/faq#schaetzung

Wem gehört der Code am Ende?

Ihnen. Vollständig, inklusive Datenmodell, Migrationsskripten und Dokumentation, ohne Laufzeitlizenz und ohne Bindung an mich als Betreiber.

Achten Sie bei jedem Anbieter auf drei Formulierungen: ein Nutzungsrecht statt einer Übertragung, eine Beschränkung auf bestimmte Standorte oder Nutzerzahlen, und die Frage, ob der Quelltext überhaupt herausgegeben wird. Was im Vertrag stehen muss, damit Eigentum auch Eigentum ist, steht unter Eigentum an Software.

/ressourcen/faq#eigentum

Gibt es laufende Kosten?

In der Regel ja, und sie gehören in Ihre Rechnung, bevor Sie entscheiden. Das sind Betrieb, also Server oder Hosting, Lizenzen fremder Bestandteile, falls welche verwendet werden, und Wartung, wenn Sie sie beauftragen.

Eigenentwicklung ist keine einmalige Ausgabe. Wer sie gegen ein Mietprodukt rechnet, muss beide Seiten über denselben Zeitraum betrachten und auf beiden Seiten die interne Arbeitszeit mitzählen. Ein Rechenweg dafür steht unter Make or Buy.

/ressourcen/faq#laufende-kosten

Wie kommen wir wieder auseinander?

Nach jeder Phase ohne Begründung, und mitten in einer Phase gegen Abrechnung des bis dahin geleisteten Aufwands.

Was Sie in beiden Fällen mitnehmen: den Quelltext, die Daten in einem lesbaren Format, die Dokumentation und alle Zugänge. Es gibt kein Format, das nur ich öffnen kann, und keinen Schlüssel, der bei mir bleibt. Ein Anbieterwechsel soll unangenehm sein dürfen, aber nicht unmöglich.

/ressourcen/faq#trennung

Brauchen wir einen Auftragsverarbeitungsvertrag?

Sobald ich personenbezogene Daten für Sie verarbeite, ja. Und das passiert schneller als gedacht: Ein Abzug aus dem Echtsystem enthält meistens Namen von Mitarbeitern, Ansprechpartner bei Kunden oder Bearbeiterkürzel, die sich einer Person zuordnen lassen.

Der bessere Weg ist, es gar nicht erst nötig zu machen: Testdaten vor der Übergabe anonymisieren. Wo das nicht geht, wird der Vertrag vor dem ersten Datenzugriff geschlossen, nicht danach. Worauf bei Datenabzügen sonst noch zu achten ist, steht unter Datenmigration.

/ressourcen/faq#av-vertrag

Unterschreiben Sie eine Geheimhaltungsvereinbarung?

Ja, gern auf Ihrer Vorlage. Bei Konstruktionsdaten, Kalkulationen und Lieferantenkonditionen ist das ohnehin die Regel und keine Besonderheit.

Sichtbare Folge dieser Haltung: Auf dieser Website stehen keine Kundennamen und keine Fallstudien. Nicht aus Zurückhaltung, sondern weil eine Freigabe dafür fehlt. Wenn Sie Referenzen sprechen hören wollen, frage ich einzeln nach und melde mich, wenn jemand zugestimmt hat.

/ressourcen/faq#nda

Gruppe 05 von 05

KI

Entwicklung mit KI-Unterstützung ist Teil der Arbeitsweise, kein Verkaufsargument. Diese Gruppe sagt, was das konkret heißt und was es nicht heißt.

Was heißt Entwicklung mit KI-Unterstützung konkret?

Dass ein Sprachmodell beim Schreiben, Lesen und Prüfen von Code mitarbeitet: Entwürfe für wiederkehrende Bausteine, das Durchsehen fremden Codes, das Aufschreiben von Dokumentation, das Suchen nach Fällen, die eine Funktion nicht behandelt.

Was es nicht heißt: dass Code ungelesen in Ihr System geht. Jede Zeile wird geprüft, bevor sie eingecheckt wird, und die Verantwortung für das Ergebnis liegt unverändert bei mir. Ausführlicher steht das unter KI in der Softwareentwicklung.

/ressourcen/faq#ki-unterstuetzung

Gehen unsere Daten an einen Modellanbieter?

Betriebsdaten nicht. Was im Entwicklungsalltag ein Modell zu sehen bekommt, ist Quelltext und Struktur, nicht Ihr Auftragsbestand und keine personenbezogenen Datensätze.

Wenn Sie auch das ausschließen wollen, halten Sie es im Vertrag fest. Dann wird an Ihrem Code ohne Modellunterstützung gearbeitet. Diese Festlegung gehört in den Vertrag und nicht in eine mündliche Zusage, weil sie sonst im Projektalltag niemand nachhalten kann.

/ressourcen/faq#daten-modellanbieter

Ist Code, bei dem KI geholfen hat, schlechter?

Die Frage ist falsch gestellt. Entscheidend ist nicht die Herkunft einer Zeile, sondern ob sie geprüft, getestet und verstanden ist. Unverstandener Code ist gefährlich, egal wer ihn geschrieben hat.

Das reale Risiko sieht so aus: Ein Modell erzeugt Code, der plausibel aussieht und den Normalfall korrekt behandelt, aber einen Randfall stillschweigend falsch rechnet. So etwas fällt in einer Vorführung nicht auf, sondern drei Monate später in der Inventur. Deshalb liegt der Prüfaufwand genau dort und nicht bei der Frage, wie schnell etwas entstanden ist.

/ressourcen/faq#ki-code-qualitaet

Sollten wir KI in unseren Prozess einbauen?

Meistens später, als die Werbung nahelegt. Ein Modell braucht saubere, zugängliche Daten, und genau daran fehlt es in den Ausgangslagen, die ich sehe. Wer Texterkennung auf Lieferscheine wirft, deren Stammdaten nicht stimmen, hat das Stammdatenproblem nur beschleunigt.

Und eine klare Abratung: Bauen Sie keine Textgenerierung an eine Stelle, an der eine falsche Zahl unmittelbar Geld kostet, ohne dass ein Mensch dazwischen freigibt. Es gibt gute Einsatzstellen, etwa Vorsortierung, Vorschläge und Suche in großen Dokumentbeständen. Gemeinsam ist ihnen, dass ein Fehler korrigierbar bleibt.

/ressourcen/faq#ki-im-produkt

Woran erkenne ich, ob ein Anbieter KI nur als Etikett benutzt?

An fünf Fragen, die jeder Anbieter ohne Vorbereitung beantworten können muss: Welches Modell wird eingesetzt und wo läuft es. Welche Daten verlassen dafür das Haus. Was passiert, wenn das Modell etwas Falsches ausgibt. Wer haftet dafür. Und woran messen wir nach drei Monaten, ob es etwas gebracht hat.

Wer auf die letzte Frage keine messbare Größe nennt, verkauft ein Etikett. Das gilt für mich genauso wie für jeden anderen. Die Begriffe, die in solchen Gesprächen fallen, stehen im Glossar.

/ressourcen/faq#ki-etikett

Ersetzt KI nicht die Prozessanalyse?

Nein. Ein Modell kennt Ihren Prozess nicht, es kennt Beschreibungen von Prozessen im Allgemeinen. Die entscheidende Information in jedem Projekt ist die Abweichung zwischen dem, was im Handbuch steht, und dem, was in der Halle passiert. Diese Abweichung steht nirgends geschrieben, sonst wäre sie keine.

Was ein Modell beschleunigt, ist die Auswertung danach: Protokolle sortieren, Widersprüche zwischen Aussagen finden, Datenbestände auf Auffälligkeiten durchsehen. Das ist nützlich und ändert nichts daran, dass jemand in die Halle gehen muss.

/ressourcen/faq#ki-analyse

Wo die langen Antworten stehen.

Diese Seite gibt je Frage die Kurzfassung. Die Beiträge im Bereich Ressourcen führen dieselben Themen mit Checklisten und Rechenwegen aus. Wenn Sie wissen wollen, welche Ausgangslage auf Ihren Betrieb passt, fangen Sie bei den Situationen an, und wenn Sie eine erste Einordnung Ihres ERP wollen, beim ERP-Selbsttest.

  • Die Begriffe, die in Angeboten vorkommen, in verständlichen Sätzen erklärt.
  • Die Kriterien für die teuerste Entscheidung in diesem Feld, mit Gegenargumenten.
  • Wie Sie Eigenentwicklung und Standardprodukt über denselben Zeitraum rechnen.
  • Was Sie zusammenstellen, bevor der erste Termin stattfindet.

Ihre Frage steht nicht dabei?

Dann schreiben Sie sie mir. Wenn die Antwort für andere Betriebe ebenfalls zählt, steht sie danach hier, ohne Ihren Namen und ohne Ihren Fall. Eine Anfrage wird dadurch nicht zu einem Vertriebsvorgang: Sie bekommen eine Antwort und danach keinen Anruf, den Sie nicht wollten. Das Vorgehen dahinter steht unter Vorgehen.

30 Minuten, dann wissen Sie, ob es passt.

Sie schildern Ihre Prozesse, ich sage Ihnen, ob und wo ich helfe. Auch wenn die Antwort Nein ist.